Besorgniserregend: Energie- und Mietschulden!

Besonderes Augenmerk gilt in der Schuldnerberatung den Miet- und Energieschulden, die vor diesem Hintergrund auch als Primärschulden bezeichnet werden. So droht bei Mietschulden die Zwangsräumung und damit im schlimmsten Fall sogar die Obdachlosigkeit. Rückstände beim Energieversorger führen in letzter Konsequenz zur Liefersperre und damit ebenfalls zu sehr gravierenden Einschränkungen

 

I. Entwicklung bei den Energieschulden

Quelle: Statistik der Berliner Insolvenzberatungsstellen InsOStat

 

Die Höhe der Energieschulden insgesamt ist bei den Ratsuchenden in den Berliner Schuldnerberatungsstellen zum Stichtag 30.06.2012 auf über 3,7 Mio. € angestiegen. Bei der Interpretation der Zahlen müssen hier zwar auch Sonderentwicklungen berücksichtigt werden. So nimmt der Umfang von Altschulden nach z.T. mehrfachem Wechsel des Energieanbieters immer stärker zu.

Großen Anlass zur Besorgnis gibt aber dennoch der ständig wachsende Anteil der von Energieschulden betroffenen Ratsuchenden. So haben mittlerweile fast ein Viertel der Klientinnen und Klienten in den Berliner Beratungsstellen (24,3 %) Rückstände bei ihrem Energieversorger.

 

II. Mietschulden: Stagnation auf sehr hohem Niveau

Auch die Entwicklung bei den Mietschulden gibt Anlass zur Sorge: So steigt der Anteil der betroffenen Klienten wieder an und liegt bei nunmehr 30 %. Im Durchschnitt betrugen die Miet- und sonstigen Wohnschulden bei den betroffenen Klienten 4.357 € (Stand 30.06.2012). Auch dieser Wert ist gegenüber dem Vorjahr nochmals angestiegen. Die Gesamtsumme der Miet- und sonstigen Wohnschulden stagniert auf sehr hohem Niveau und liegt aktuell bei mehr als 16 Mio. €.

Quelle: Statistik InsO-Stat
Letzte Änderung: 06.01.2013 17:51