Studien

Relevante Studien zur weiteren theoretischen Auseinandersetzung zu komplexen Themen rund um Präventionsarbeit im Rahmen der Finanzbildung.

Um sich mit der Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen umfangreich auseinanderzusetzen und das Thema der Ver- bzw. Überschuldung in seiner Breite und Vielfalt durchleuchten zu können, stellen wir an dieser Stelle diverse Studien zur Verfügung, welche genau diese Aspekte untersuchen und darstellen. Die Studien sind alphabetisch nach Herausgeberschaft sortiert. Es wird jeweils eine Verlinkung zur Verfügung gestellt sowie eine kurze Beschreibung der Autor*innen bzw. Inhalte.

TIPP

Nähere Informationen und Studien zu den Zahlen und Fakten von Ver- und Überschuldung entnehmen Sie dem Allgemeinen Teil dieser Seiten:

Der Armutsbericht des Paritätischen Wohlfahrtsverbands 2020 hat ergeben:

Mit 15,9 Prozent hat die Armutsquote in Deutschland einen historischen Wert erreicht. Es ist die größte gemessene Armut seit der Wiedervereinigung. Über 13 Millionen Menschen sind betroffen. Machte der letzte Paritätische Armutsbericht noch Hoffnung auf fallende Zahlen, so zeigt die aktuelle Auswertung wieder einen klaren Aufwärtstrend, beginnend am Tiefpunkt in 2006 mit 14,0 Prozent bis hin zum aktuellen traurigen Spitzenwert. Es ist ein Anstieg um fast zwei Prozentpunkte bzw. fast 14 Prozent.

Kein "entweder oder", sondern "sowohl als auch": Kinder in Deutschland wachsen in die Dualität von analogen und digitalen Medien- und Freizeitaktivitäten hinein und sind smart genug, beide Welten exzellent zu managen. Die sechs führenden Medienhäuser haben in diesem Jahr zum zweiten Mal in einer repräsentativen Medienstudie den Medienkonsum und das Nutzungsverhalten von 7,26 Millionen Kindern in Deutschland untersucht. Eine weitere Erkenntnis der Studie: Kinder ziehen sich trotz zunehmender Digitalisierung nicht in die virtuelle Welt zurück, sondern nehmen das aktuelle Geschehen in ihrer Umwelt mit allen Sinnen wahr. Sie hören, sehen und lesen von der Welt - und wollen sie verbessern. Die Schlüsselergebnisse der repräsentativen Untersuchung zeigen:

  • Kinder in Deutschland gehen mit der Vielzahl an Freizeitangeboten smart um: Sie entscheiden sich nicht mehr zwischen digitalen und analogen Aktivitäten - sondern wollen sowohl draußen spielen als auch digital unterwegs sein.

  • Blau, rosa und das "Mehr": Kinder interessieren sich für Piraten oder Prinzessinnen, sind aber genauso offen für Themen mit gesellschaftlicher Relevanz wie Natur, Umwelt und Aktuelles.

  • Digitale Nachricht schlägt Papier? Nein! Kinder nutzen alle Kommunikationswege: vom Telefonat über die SMS bis hin zum klassischen Brief.

  • Gedrucktes Vertrauen: 75% aller deutschen Kinder zwischen vier und 13 Jahren lesen mindestens mehrmals pro Woche Bücher oder Zeitschriften. Print ist dabei unersetzlich, elektronische Endgeräte und Lesemedien spielen in keinem Alter eine besondere Rolle.

  • Plüschtier, Puzzle, Fahrrad oder Smartphone - Kinder haben viele Wünsche. Dabei ist es Vier- bis 13-Jährigen vor allem wichtig, digital ausgestattet zu sein: Ein Handy oder Smartphone ist Wunschobjekt Nr. 1.

  • Schlemmen und Schmökern: Kinder sind Genießer und geben ihr Taschengeld am liebsten für Süßes und Zeitschriften aus.

  • Kritisch-differenzierte Begeisterung - Kinder haben ein klares Bild vom Internet: "Das coolste Medium, das es gibt", aber auch "schlecht für den Menschen".

Seit 1998 wird mit der JIM-Studie im jährlichen Turnus eine Basisstudie zum Medienumgang der Zwölf- bis 19-Jährigen durchgeführt. Neben einer aktuellen Standortbestimmung sollen die Daten zur Erarbeitung von Strategien und Ansatzpunkten für neue Konzepte in den Bereichen Bildung, Kultur und Arbeit dienen.

Für das Jahr 2020 gibt es eine Corona Zusatzstudie.

Die 18. Shell Jugendstudie trägt den Untertitel „Eine Generation meldet sich zu Wort“. Sie stützt sich auf eine repräsentativ zusammengesetzte Stichprobe von 2.572 Jugendlichen im Alter von 12 bis 25 Jahren aus der gesamten Bundesrepublik, die zu ihrer Lebenssituation, ihren Einstellungen und Orientierungen persönlich befragt wurden.

Vor dem Hintergrund zahlreicher krisenhafter Entwicklungen und weltweiter Umbrüche erleben wir zurzeit, wie junge Menschen ihre Anliegen so deutlich zum Ausdruck bringen wie schon lange nicht mehr. Die Ergebnisse der Shell Jugendstudie 2019 bestätigen dies und zeichnen ein differenziertes Bild einer Generation, die sich zu Wort meldet, die ihre Interessen und Ansprüche artikuliert – nicht nur untereinander, sondern auch gegenüber Politik, Gesellschaft und (künftigen) Arbeitgebern. Die Genenation zeichnet sich durch zunehmendes Umwelt- und Klimabewusstsein sowie eine generelle Achtsamkeit sich selbst und anderen gegenüber, aus. Obwohl die Jugendlichen optimistisch in ihre persönliche und gesellschaftliche Zukunft blicken, sehen sie doch, dass es Zeit ist zu handeln. Allerdings interessieren sich nicht alle Jugendlichen gleichermaßen für Politik und Zukunft. Die Zuversicht der Jugendlichen speist sich auch aus ihrer Überzeugung, dass es in Deutschland weitgehend gerecht